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2006

Auftrag aus Bern

Welche Agentur macht schon gerne an Ausschreibungen des Bundes oder an Pitches mit? Am Ende bleibt meistens ein schaler Nachgeschmack. Schmerzlich mussten wir dies im Jahr 2006 erstmals erfahren, als wir an einem Pitch einer Bundesorganisation teilnahmen. Als wir in die finale Runde mit insgesamt drei Agenturen kamen, freuten wir uns. Wir waren hoch motiviert und gaben unser Bestes. Doch das Beste von uns und von einem der beiden Konkurrenten war in diesem Fall nicht gut genug – und zwar nicht inhaltlich oder finanziell. Wir beide hatten eigentlich schon von Anfang an gegen die bestehende Agentur, die auch im Rennen war, verloren.

«Die Chancen von Ihnen (open up) sind 25%», erklärte uns  der Projektleiter des Bundes. Wer rechnen kann, fragt sich, mit welcher Formel 100% durch drei geteilt 25% ergeben kann. Er klärte uns auf: «Sie haben 25% Chancen, der Konkurrent X ebenfalls und unsere bestehende Agentur 50%.» Voilà.

Bei Pitches mitzumachen will also gut überlegt sein. Und bei öffentlich-rechtlichen Ausschreibungen erst recht. Denn dort ist der administrative Aufwand in den letzten Jahren ins Unendliche gestiegen. Wir sind überzeugt: Der richtige Agenturpartner findet sich nicht mit Excel sheets oder dank umfangreichen Strategiepräsentationen mit vielen kreativen Luftballonen. Eine einfache, konkrete Aufgabenstellung und der persönliche Chemiecheck bringen bessere und für beide Seiten befriedigendere Resultate.