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22.06.2022 |

«Mit dem Magazin zeigen wir unsere Werte»

Die jährlich erscheinende «Hauszeitung» ist ein fester Bestandteil der Firma Schlagenhauf. Seit 16 Jahren zeichnet open up für die redaktionelle Umsetzung verantwortlich. Im Interview sagt der CEO des Handwerkbetriebs, Rolf Schlagenhauf, warum sein Unternehmen auf Print setzt und welche Vorteile das Magazin in der Kundenkommunikation und Rekrutierung hat.

Rolf Schlagenhauf, was bedeutet das Schlagenhauf-Magazin Ihnen persönlich?
Mir bereitet das Magazin grosse Freude, weil es zeigt, welches unsere Werte sind und wie wir denken. Im Vordergrund stehen unsere Mitarbeitenden und unser Handwerk. Wir zeigen die Menschen bei ihren Tätigkeiten und stellen sie in Porträts persönlich vor. Das gefällt mir. Und ein Magazin ist etwas Nachhaltiges, etwas, das man immer wieder in die Hände nehmen kann.

Was daran überzeugt Sie am meisten?
Einerseits sicherlich die Inhalte mit dem erwähnten Fokus auf Unternehmenswerte und Menschen. Andererseits finde ich das ungewöhnliche Format A4 quer toll. Dieses ist auch bei unseren Kundinnen und Kunden bekannt. Zudem ist es schön, dass das Magazin unsere Entwicklung zeigt. Die Hauszeitung gibt es bereits seit Jahrzehnten. Sie ist eine Chronik der Schlagenhauf Gruppe und es ist immer wieder spannend, langjährige Mitarbeitende in älteren Ausgaben wiederzuentdecken.

Printprodukte verlieren vielerorts an Bedeutung. Warum setzt Schlagenhauf nach wie vor auf ein klassisches Kunden- und Mitarbeitendenmagazin?
Ein Printmagazin ist wertiger als etwas, das digital erscheint. Man kann es mit nach Hause nehmen und es zu einem späteren Zeitpunkt wieder durchblättern. Viele Betriebe in unserer Branche haben aufgehört, Printprodukte zu veröffentlichen. Wir machen es genau deshalb, es ist ein Alleinstellungsmerkmal. Von Kunden höre ich ausserdem, dass sie die Hauszeitung wirklich anschauen, während sie zum Beispiel einen Newsletter ungeöffnet löschen.

Wäre es denkbar, das Schlagenhauf-Magazin künftig nur noch in digitaler Form anzubieten?
Das haben wir uns auch schon überlegt, schliesslich ist ein Printmagazin mit höheren Kosten verbunden. Aber es würde uns fehlen und wir wären dann vergleichbar mit anderen Betrieben. Deshalb möchte ich mit dem klassischen Magazin weiterfahren, auch wenn wir in Zukunft vielleicht wieder einen elektronischen Newsletter versenden werden, wie wir es in der Vergangenheit bereits machten.

Ein Magazin ist etwas Nachhaltiges, etwas, das man immer wieder in die Hände nehmen kann.

Rolf Schlagenhauf


Welche konkreten Vorteile bietet das Magazin Ihrem Unternehmen?
Ich nutze es als Werbung für das Unternehmen und habe in meinem Auto immer eine Kiste mit dem Schlagenhauf-Magazin dabei. Wenn ich einen Kundentermin habe, händige ich das Heft aus, denn ich bin überzeugt, dass mein Gegenüber beim Durchblättern einen Einblick in unsere Firma erhält. Dasselbe gilt bei der Mitarbeiterakquise: Alle, die sich bei uns vorstellen, bekommen eine Hauszeitung. So sehen sie sofort, wie wir ticken.

Wie reagieren Ihre Kundinnen und Kunden und die Mitarbeitenden auf die Hauszeitung?
Früher habe ich mehr Feedback erhalten, da ich mehr Kundenkontakt hatte. Aber ich höre noch heute oft, dass unsere Kundinnen und Kunden es gerne und regelmässig anschauen. Das ist eine schöne Rückmeldung, gerade auch, weil es ja kein reines Kundenmagazin ist.

Welches ist Ihr Lieblingsbeitrag der letzten Jahre und weshalb?
Das kann ich ehrlicherweise gar nicht sagen, weil ich mich oft nicht mehr genau an die einzelnen Inhalte erinnere. Aber wichtig ist meiner Meinung nicht, was du sagst, sondern, wie du es sagst und wie du als Firma dadurch wirkst. Das ist, was in Erinnerung bleibt.

Auf welches andere Magazin freuen Sie sich jeweils am meisten?
Auf das Hausmagazin der Schibli-Gruppe «wir schiblianer». Ich schaue es mir immer mit Interesse an, weil es einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens gibt. Auch das Magazin «Schneider Umweltservice» der gleichnamigen Firma gefällt mir. Beide Magazine sind informativ und gut gemacht.

Was und wie lesen Sie persönlich am liebsten?
Tageszeitungen lese ich fast ausschliesslich online. Es ist praktisch, dass ich spannende Artikel schnell an die unterschiedlichen Interessensgruppen weiterschicken kann. Eine Zeit lang habe ich E-Books gelesen, aber mittlerweile bin ich wieder auf echte Bücher umgestiegen. Ich finde sie schöner und wertiger und mag in meiner Freizeit nicht ständig auf einen Bildschirm schauen.