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2009

Die grenzenlose Stadt

Blinkend, bunt und laut – Tokio hat mich bereits beim ersten Schritt aus der U-Bahn verschlungen und verzaubert. Doch die Stadt war nicht einfach zu knacken. Die Herausforderung begann in der Stadt ohne Strassennamen bereits am Flughafen. Ich bahnte mir mit einer skizzierten Karte die an ein Kroki erinnert den Weg ins Hostel. Beim McDonalds links, dann rechts am Getränkeautoamten vorbei bis zum gelb blinkenden Schild. Ich stand vor dem Gebäude, die Reise begann und von da an verschlang ich alle Eindrücke wie ein Kind, das zum ersten Mal in einem Lollipop-Laden steht: mit Faszination und Überforderung.

Momente, die ich nie vergessen werde, hat mir Tokio einige geschenkt: Menschen in Anime-Kleider auf dem Weg zur Arbeit, 1-Meter hohe Wasserlilien, die Mischung beim Essen aus Sorge in was man genau beisst und Neugier, wie das riecht, schmeckt und sich auf der Zunge anfühlt, die engsten Gassen des Elektromarktes, die bekannte Shibuya-Kreuzung die von oben wie ein Ameisenhaufen aussieht, die Toilette mit sprechender Bedienungsanleitung, Bubble Tea (nein, den gab es bei uns noch nicht), die Thunfisch-Auktion auf dem Fischmarkt und die traditionelle Hochzeitszeremonie in einem Tempel. Und allen voran der Blick über die Stadt – wie ein Ozean, der nicht aufhört, egal in welche Richtung man schaut. Mit dieser Aussicht stand ich am Fenster im 100. Stock des Hochhauses, fühlte mich unendlich klein und voller Freude, wieder unten auf der Strasse zu stehen und beim nächsten Abbiegen garantiert etwas für mich vollkommen Neues, Unerwartetes zu entdecken.

Währenddessen bei open up …

Krisenresistent? Ja!

«Das Jahr 2009 war wie das Vorjahr geprägt von den Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Einerseits entstanden da und dort neue Bedürfnisse auf dem Feld der Krisenkommunikation. Andererseits wurden aber in vielen Unternehmen die Kommunikationsbudgets gekürzt.» Das steht in unserem Geschäftsbericht 2009.

Wir sind damals wie heute gut durch die Krise gekommen. Unter anderem wegen des tollen Teams aber auch dank unserer breiten Diversifikation: Grosse und kleine Firmen, verschiedene Branchen, NGOs, nationale und internationale Kunden.

Was wir daraus gelernt haben? Diversifikation ist gut, aber man kann sie nicht immer erzwingen. Wir hatten Glück. Die Finanzkrise gab uns die Sicherheit, dass wir solche Phasen überstehen können und dass wir grundsätzlich vorsichtig wirtschaften, damit immer genügend Kapital da ist, um als Arbeitgeber auch in Krisenzeiten die Stellen halten zu können.