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03.03.2021 |

Im Gespräch bleiben

In der Unternehmenskommunikation steht die Themenführerschaft – ob direkt oder indirekt – oftmals zuoberst auf der Wunschliste. Dies bedarf neben Expertise aber auch Mut zur Meinung.

Innerhalb der eigenen Expertise möchten Unternehmen gerne als erster Ansprechpartner wahrgenommen werden. Sei das für Journalistinnen, in den Sozialen Medien oder beim Kunden. Für eine erfolgreiche Positionierung gilt es einige Punkte zu beachten.

Eine Basis schaffen
Allen voran braucht es qualitativen Inhalt. Und dies am besten über mehrere Kanäle hinweg. Ein Content-Hub auf der eigenen Webseite ist eine gute Ausgangslage, um die Themen zu sammeln und von dort zu streuen. Soziale Medien sind ein idealer Katalysator, um die Inhalte zielgerichtet ans Publikum zu bringen. Zudem eignen sich diese Kanäle auch für den Dialog mit anderen Experten im Gebiet. Interaktionen helfen nicht nur im Gespräch zu bleiben, sondern fordern die aktive und regelmässige Auseinandersetzung mit dem eigenen Thema. Idealerweise unterstützen die Mitarbeitenden die Streuung der Inhalte. Dabei sollten die Führungskräfte nicht vergessen werden. Neben der Vorbildsfunktion, die sie beim Teilen der Inhalte einnehmen, geben sie den Themen ein Gesicht. Zudem positionieren sie sich dabei auch als spannende Gesprächspartner für die Medien.

Gute Inhalte gibt es viele. Damit der eigene Beitrag aus der Masse heraussticht und auf die Themenführerschaft einzahlt, ist das gewisse Etwas entscheidend. Die folgenden drei Aspekte sollten bei der Content Kreation bedacht werden.

Trendsetter statt Mitläufer
Die Grundlage für den erfolgreichen Aufbau der Themenführerschaft ist sicher, im gewünschten Gebiet absolut sattelfest zu sein. Um sich als wichtiger Impulsgeber zu positionieren, reicht die alleinige Beweisführung über das vorhandene Knowhow jedoch nicht aus. Der Blick nach vorne ist ebenfalls entscheidend. Trends frühzeitig zu erkennen oder sogar voranzutreiben geben der Expertise mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit. Wer den Neuigkeiten hinterher rennt oder erst aufspringt, wenn der Zug schon da ist, wird sich langfristig nicht als Themenführer etablieren können.

Vernetzt denken
Um sich nicht zu verzetteln ist der Fokus auf ein spezifisches Gebiet oder eine Nische von Vorteil. Dabei sollte allerdings das Gesamtbild stets mitbedacht werden. Denn die Verknüpfung zu angrenzenden Themen, Branchen oder Industrien schafft mehr Anhaltspunkte. Dies vergrössert nicht nur das potenzielle Publikum, sondern zeigt, dass das Unternehmen weiterdenkt und an gesamtheitlichen Lösungen interessiert ist.

Ecken und Kanten zeigen
Einheitsbrei und Konformität sind weder für Leserinnen, Follower noch Kunden spannend. Und doch wählen viele Unternehmen den einfachen und sicheren Weg mit vagen Inhalten und Aussagen. Um sich Gehör zu verschaffen, sind klare Meinungen und Stellungnahmen nicht zu unterschätzen. Sie schaffen beim Rezipienten Sicherheit und Vertrauen in die Authentizität des Unternehmens. Dafür braucht es Mut. Mut auch mal jemandem nicht zu gefallen. Denn schliesslich gilt in der Medienarbeit das gleiche wie für Kundinnen und Kunden: Das Produkt oder die Dienstleistung ist auf die Zielgruppe zugeschnitten. Es wird nie für alle das Richtige sein.

Autor
Evelyn Reusser wünscht sich von Unternehmen mehr Mut. Mut zur Meinung, zu klaren Standpunkten und Einschätzungen. Sie ist überzeugt, dass man damit nicht nur bei Kundinnen sondern auch Journalisten Anklang findet.